Bildungsberatung

Bild einer Familie

Kommen Familien mit schulpflichtigen Kindern oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach NRW, so ist das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Ansprechpartner für die Bildungsberatung. Entsprechend der regionalen Kooperationsstrukturen erhalten die KI idealerweise die Daten der neu Zugezogenen von z.B. dem Einwohnermeldeamt, der Ausländerbehörde oder in Absprache mit den Schulämtern von den Schulen und es kann eine Einladung zu einer Erstberatung erfolgen. In Regionen, in denen es kein KI gibt, wird das Beratungsgespräch vom Schulamt oder den Integrationsagenturen übernommen.

Ziel der Beratung ist es, dass alle neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen die Möglichkeiten zur Integration in das deutsche Schulsystem erhalten, schnell die deutsche Sprache erlernen und so erfolgreich einen qualifizierten Bildungsabschluss erlangen können.

Die Erstberatung beinhaltet ein ausführliches Gespräch, in dem die Personaldaten, die bisherige Schullaufbahn im Herkunftsland, die Bildungserfahrungen und -vorstellungen aufgenommen werden. Weiterhin werden eventuelle Kenntnisse in der deutschen Sprache und zum Teil die Beherrschung des lateinischen Alphabets ermittelt. Die Eltern werden über das deutsche Schulsystem und die Bedeutung eines Schulabschlusses für ihre Kinder informiert. Zudem werden Fördermöglichkeiten durch das KI und andere kommunale Träger (Hausaufgabenhilfe, Sportvereine usw.) aufgezeigt.

Die Gespräche werden wahlweise in Deutsch oder einer anderen Sprache geführt. Derzeit gibt es NRW-weit Angebote in mehr als 20 Sprachen. Dies ist möglich, weil die MitarbeiterInnen der KI entweder selbst mehrsprachig sind oder Dolmetscherdienste, interkulturelle BeraterInnen oder Sprachmittler hinzuziehen.