Am 14. Juni 1966 trat in Nordrhein-Westfalen ein neues Schulpflichtgesetz
in Kraft, das die allgemeine Schulpflicht auf alle in NRW wohnhaften Kinder
und Jugendlichen ausdehnte. Dieses Gesetz leitete die institutionelle Integration
insbesondere der Kinder von so genannten Gastarbeitern in das
Regelschulsystem ein und gilt als bildungspolitischer Meilenstein. Zum 60.
Jahrestag dieses geschichtsträchtigen Ereignisses nimmt die Wanderausstellung
Aufbruch ohne Ankunft? 60 Jahre auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit
in NRW das weiterhin aktuelle Thema der schulischen Integration
aus historischer wie gegenwärtiger Perspektive in den Blick. Die Ausstellungseröffnung
findet 2026 im Düsseldorfer Landtag statt und wird anschließend
in weiteren öffentlichkeitswirksamen Orten in NRW präsentiert.
Unsere Rolle als Landesstelle:
Mit der Wanderausstellung wollen wir:
- die Besuchenden der Ausstellung über historische Entwicklungen der
schulischen Integration informieren und zugleich für die Tragweite des
Phänomens Migration und dessen Auswirkungen auf das Schulsystem
sensibilisieren. - einen nachhaltigen Impuls im Sinne der Förderung chancengerechter
Bildungsteilhabe setzen, in dem sowohl eine Gesamteinordnung als auch
sozialräumliche Einzelereignisse, lebensweltliche Perspektiven und spannende
Aspekte der Zeitgeschichte NRW präsentiert werden. - deutlich machen, dass nur ein gesamtgesellschaftlicher Konsens über die
hohe Relevanz der schulischen Integration und die daraus resultierende
migrationssensible Haltung im Alltag und Beruf zum gewünschten Ziel
der Entkoppelung von Bildungserfolg und Herkunft führen kann.